Nein zur Zersiedelungsinitiative

22. Januar 2019

Die Junge SVP Graubünden lehnt die Zersiedelungsinitiative deutlich ab. Sie ist zu starr, zu risikobehaftet und deshalb zu radikal.

Die von den Jungen Grünen eingereichte Zersiedelungsinitiative verlangt das Einfrieren der aktuell vorhandenen Bauzonen in der Schweiz. Einzonungen sollen gemäss der Initiative nur noch dann möglich sein, wenn andernorts eine gleichwertige und unversiegelte Fläche aus der Bauzone ausgeschieden wird. Folglich muss die vorhandene Baufläche für viele Jahre oder sogar Jahrzehnte ausreichen.

Die Zersiedelungsinitiative klingt verlockend, denn die effiziente Nutzung der knappen Ressource Land ist ein wichtiges Anliegen, das auch Junge SVP Graubünden mitträgt. Es ist in der Tat stossend, dass in den vergangenen Jahren teilweise sehr verschwenderisch mit Bauland umgegangen wurde. Doch das Volk hat bereits mit dem RPG 1 Massnahmen gegen die Zersiedelung beschlossen, so müssen inskünftig die Baulandreserven so bemessen werden, dass diese für 15 Jahre ausreichen.

Mit dieser sehr radikal formulierten Initiative wird eine sinnvolle (Weiter-)Entwicklung der Schweiz verhindert, was letzten Endes zu einer hausgemachten Verknappung des Baulands und damit zu stark steigenden Preisen führt. Die logische Konsequenz wären steigende Wohnungspreise, was jene Leute mit tiefem Einkommen besonders stark treffen würde. Das Konzept der Initiative ist zu starr, zu risikobehaftet und deshalb zu radikal.

Die Junge SVP Graubünden spricht sich trotz deutlicher Ablehnung der Zersiedelungsinitiative für einen haushälterischen Umgang mit Bauland aus, der in erster Linie durch vernünftige Planung von den Gemeinden umgesetzt werden soll. Es wird zudem verkannt, dass die Zuwanderung sowie der persönlich sehr hohe Flächenbedarf ebenfalls wichtige Faktoren sind, welche die Zersiedelung begünstigen.

Auskünfte erteilt:

Präsident Nicola Stocker, 078 857 65 54