Jetzt Mitglied werden!
Medienmitteilung

Junge SVP lanciert nationale Wolfspetition

Die Junge SVP der Kantone Tessin, Schwyz, St. Gallen, Zürich, Nidwalden, Graubünden und Oberwallis
warnen vor einer unkontrollierten Ausbreitung des Wolfes in der Schweiz und lancieren eine
nationale Petition (https://svp.jetzt/wolf) für eine klare, transparente und handlungsfähige
Wolfsregulierung. Während 2020 noch von rund 11 Rudeln und etwa 100 Individuen ausgegangen
wurde, sprechen aktuelle Angaben von 43 Rudeln und über 350 Wölfen; die Verbreitung reicht
inzwischen in Voralpen, Alpen, Jura und periurbanen Gebieten des Flachlandes.

«Der Wolf ist nicht mehr nur ein alpines Problem; auch Regionen wie das Zürcher Oberland kennen das Tier und müssen geschützt werden», sagt die Sektion Zürich. Aus Graubünden: «Im Kanton gibt es heute 13 Rudel,
mehr als in der Strategie des Bundes für die gesamte Schweiz als Mindestanzahl vorgesehen sind.»

Die Schäden sind spürbar: Im Zeitraum vom 1. November 2024 bis zum 31. Oktober 2025 wurden
vom Bund 808 Tiere entschädigt. Diese Zahl erfasst jedoch nur die offiziell anerkannten Fälle. Auch
dieses Jahr verursacht der Wolf grosse Schäden. «Allein im laufenden Jahr meldete der Kanton Tessin
bereits 65 getötete Tiere. Die Lage ist ernst», teilt die Sektion Tessin mit. Während Schafverluste seit
2022 zurückgehen, nehmen Angriffe auf wirtschaftlich wertvollere Tiere wie Rinder, Kälber und
Ziegen zu. Der finanzielle Schaden der Landwirte nimmt nicht ab.

Die Alpwirtschaft ist aber nicht nur Weideflächen: sie ist lebendiges Kulturgut, Beschäftigungsquelle
und Tourismusfaktor; für die Jugend bietet sie heute aber keine langfristige Berufsperspektive mehr,
wegen zunehmender Risiken und Kosten, auch durch den Wolf. «Unsere Alpen dürfen nicht zu
Postkarten werden — ohne klare Regeln verlieren ganze Täler Identität und Einkommen», warnt die
Sektion Oberwallis.

Die Schutzmassnahmen — Hirten, elektrische Zäune, Herdenschutzhunde und Nachtpferche —
werden mit Bundesmitteln von rund 10 Mio. CHF pro Jahr unterstützt; Kantone, Gemeinden und
Private tragen zusätzliche, oft nicht erfasste Kosten. «Der Kanton St. Gallen schützt die Herden mit
zusätzlich fast 1 Mio. CHF pro Jahr. Es mangelt jedoch an Transparenz hinsichtlich des Nutzens sowie
der von Privaten zu tragenden Kosten.», meldet die Sektion. «Wenn Bund, Kantone und Bürger in
finanziellen Schwierigkeiten sind, ist der Wolf ein Luxus, den wir uns nicht leisten können», sagt die
Sektion aus Nidwalden.

Zudem sind die aktuellen Bewilligungsverfahren für Abschüsse zu langsam und zu komplex. «Das
Risiko von illegalen Abschüssen nimmt zu; wir brauchen klare, schnelle Entscheidungswege», fordert
die Sektion aus dem Kanton Schwyz.

Vor diesem Hintergrund fordert die Junge SVP mit ihrer Petition drei klare Massnahmen:
• Landesweite Höchstgrenze von 7 Rudeln Einführung eines verbindlichen, landesweiten
Höchstbestands von 7 Rudeln. Dieser Grenzwert gewährleistet den langfristigen Erhalt der
Art und zugleich die Existenzgrundlagen der Berg- und Weidewirtschaft.
• Klare, schnelle Eingriffsverfahren Einheitliche Kriterien, kurze Entscheidungswege und
rechtssichere Abläufe für das Entfernen von Wölfen, damit Kantone rasch und verantwortbar
handeln können.
• Volle Kostentransparenz Offenlegung aller direkten und indirekten Ausgaben des
Wolfsmanagements (Bund, Kantone, Gemeinden, Private), inklusive Entschädigungen,
Schutzinfrastruktur, Arbeitsstunden und indirekter wirtschaftlicher Verluste.

Die Junge SVP ruft die Bevölkerung auf, die Petition zu unterschreiben, damit Bundesrat und
Parlament endlich wirksam regulieren, Transparenz schaffen und handlungsfähige Verfahren
umsetzen.

Hier geht es zur Petition:

Deutsch: https://svp.jetzt/wolf

Französisch: https://udc.now/loup

Italienisch: https://sostenere.ch/lupo

 

Medienkontakte:

Nicolò Ghielmini, presidente GUDC Ticino, 076 507 29 11, gudc.ti@gmail.com

Mila Luzi, Präsidentin JSVP Graubünden, 079 855 41 81, praesidium@jsvp-gr.ch

Mattia Mettler, Präsident JSVP SZ, 078 640 42 00, mattia.mettler@jsvp-sz.ch

Sven Schärli, Präsident JSVP Nidwalden, 079 769 50 19, sven.schaerli@svp-nw.ch

Naemi Dimmeler, Präsidentin JSVP Zürich, 076 459 33 66, dimmeler@jsvp-zh.ch

Kevin Loosli, Präsident JSVP St. Gallen, 078 870 24 18, kevin.loosli@jsvp-sg.ch

Andreas Aquilino, Präsident JSVP Oberwallis, 079 710 06 98, eas.AQUILINO@parl.vs.ch

Stephanie Schnyder, Generalsekretärin JSVP Schweiz, 079 384 87 38, schnyder@jsvp.ch

 

Medienmitteilung als PDF

Artikel teilen
über den Autor
SVP (GR)
Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten und Zugriffe auf unsere Webseite analysieren zu können. Ausserdem geben wir Informationen zur Nutzung unserer Webseite an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter. Details ansehen
Ich bin einverstanden