Was kostet uns die Volksinitiative für den Atomausstieg?

8. November 2016

Bei einer Annahme der Volksinitiative für den Atomausstieg kommen Kosten in Milliardenhöhe auf den Steuerzahler zu.

Nach der Abschaltung von Beznau 1, Beznau 2 und Mühleberg müsste die Schweiz, um die Stromversorgung zu gewährleisten, massiv Strom aus dem Ausland importieren. Diese Importe würden das allgemeine Stromnetz und die vorhandenen Transformatoren überlasten. Der Ausbau dieser Infrastruktur würde enorme Investitionen verlangen und wäre kaum innerhalb eines Jahres durchführbar.

Der weitaus höhere Kostenpunkt wären die Schadensersatzforderungen der AKW Eigentümer und Betreiber. Nach aktuellen Schätzungen werden sich diese Forderung auf ca. 7,23 Milliarden Franken belaufen. Diese Kosten errechenen sich nicht nur, wie von den Initiaten behauptet, aus Ertragseinbussen sondern hierzu muss auch der Wertverlust der Infrastruktur, in Form von hohen Abschreibungen, gezählt werden. Viele denken sich wahrscheinlich nun, dass das nur leere Drohungen und Angstmacherei sei, jedoch gilt es zu beachten, dass der Bund bereits in den Jahren 1989 und 1996 Ersatzzahlungen in höhe von 350 Mio. Bzw. 227 Mio. Franken bezahlte. Dies geschah, weil die AKWs Kaisaugst und Graben wegen politischen Entscheiden nicht realisiert werden konnten.

Alle diese Beträge werden von den Initianten bewusst kleingeredet, doch ich bin überzeugt, dass die entstehenden Kosten lediglich mit Steuererhöhungen finanzierbar sind.

Deshalb stimme ich, am 27. November, NEIN zur Volksinitiative für den Atomasstieg.

Fabio Nespolo, Vizepräsident Junge SVP Graubünden