Vertrauen in Politiker leidet

30. September 2015

Die neue Studie «European Trusted Brands 2015» erschien anfangs Jahr und gibt Auskunft über das Vertrauen in verschiedenste Marken und Berufsgruppen. Die Befragten mussten zu insgesamt 24 Berufsgruppen ihr Vertrauen ausdrücken, dabei schenkten sie Feuerwehrleuten (92 Prozent), Piloten (91 Prozent) und Pflegefachkräften (90 Prozent) sehr hohes bzw. ziemlich hohes Vertrauen. Am Ende der Rangliste standen die Berufe Immobilienmakler (14 Prozent), Fussballspieler (16 Prozent), Autoverkäufer und Politiker (je 18 Prozent). Diese vier Berufsgruppen geniessen von der Bevölkerung kein bzw. fast kein Vertrauen.

Es verwundert nicht, dass Politiker als vertrauensunwürdig gelten. Das Unbehagen gegenüber der hiesigen Politik wächst, viele Stimmbürgerinnen und Stimmbürger nehmen erst gar nicht mehr an Abstimmungen teil, weil sie der Meinung sind, ihre Stimme zähle sowieso nichts. «Die in Bern machen sowieso was sie wollen!», hört man vielerorts. Die jüngsten Entwicklungen zeigen jedoch, dass in Bern nicht die Politik des Volkes betrieben wird, sondern die Politik des Bundesrates und des Parlamentes. Volksbegehren und -entscheide wie z. B. die Ausschaffungsinitiative oder die Masseneinwanderungsinitiative werden nicht wortgetreu umgesetzt. Solche Ereignisse lassen das Vertrauen in die Politiker schwinden – zu Recht!

Die Politik hat direkten Einfluss auf das tägliche Leben der Bevölkerung, deshalb ist es enorm wichtig, dass in Bern eine bürgernahe Politik betrieben wird. Das Vertrauen in die Politiker muss wieder zurückgewonnen werden. Eine neue Generation kann zu neuem Vertrauen führen, aus diesem Grund setze ich mich als junger Politiker für die verlangte bürgernahe Politik ein. Wählen Sie deshalb am 18. Oktober die Liste 3 der Jungen SVP Graubünden.

Nicola Stocker, Nationalratskandidat und Präsident Junge SVP Graubünden