Medienmitteilung der Jungen SVP Graubünden und der jungfreisinnigen graubünden

11. Februar 2016

WAB-Kurse abschaffen, statt sie zu subventionieren!
Der Grosse Rat wird sich am kommenden Dienstag, 16. Februar 2016, anlässlich der Februarsession mit dem Auftrag Schneider befassen, welcher verlangt, dass sich der Kanton an den Kosten der Zweiphasenausbildung für Neulenker beteiligt. Ein Auftrag, von dem die jungen Neulenker profitieren können, doch letztlich wird das Problem der umstrittenen und stark kritisierten WAB-Kursen nicht gelöst. Die beiden bürgerlichen Jungparteien, die jungfreisinnigen graubünden sowie die Junge SVP Graubünden, lehnen diesen Auftrag entschieden ab.

Seit 2005 müssen Neulenker innerhalb von drei Jahren nach bestandener Führerprüfung zwei obligatorische Weiterbildungskurse besuchen. Die Kurskosten dieser Zweiphasenausbildung belaufen sich auf bis zu 770 Franken. Ein stattlicher Betrag, wenn man bedenkt, dass dieser zusätzlich zu den Kosten für die Fahrstunden, für die Führerprüfung, für den Verkehrskundeunterricht etc. anfallen. Die Zweiphasenausbildung (sog. WAB-Kurse) werden immer öfters kritisiert, nicht zuletzt wegen den hohen Kosten.

WAB-Kurse abschaffen, statt sie zu subventionieren!Medienmitteilung der Jungen SVP Graubünden und der jungfreisinnigen graubünden http://ow.ly/YcscC

Posted by JSVP Graubünden on Donnerstag, 11. Februar 2016

Grossrat Schneider verlangt in seinem Auftrag, dass sich der Kanton mit 50 Franken pro Person an den Kosten für die beiden WAB-Kurse beteiligt. Im Vergleich zu den Gesamtkosten ein Tropfen auf den heissen Stein. Selbstverständlich würden die Jungen davon profitieren, doch das eigentliche Problem, die WAB-Kurse, wird damit nicht gelöst. Mittels staatlicher Subvention werden die zu hohen Kosten reduziert, doch über das Kosten-Nutzen-Verhältnis dieser Kurse findet keine Diskussion statt. „Gerade in einer Zeit, in der sich die Situation der Kantonsfinanzen zuspitzt, ist es absolut fragwürdig, dem Kanton weitere Pflichtausgaben aufzuerlegen“, so Nicola Stocker, Präsident der Jungen SVP Graubünden.

Das Unfallrisiko von Junglenkern ist überdurchschnittlich hoch. Die Zweiphasenausbildung ist das Instrument, die hohe Unfallbelastung zu reduzieren und so mehr Sicherheit auf die Strasse zu bringen. Ziel der Weiterausbildung für Neulenkende ist, dass sie ihren Fahrstil verbessern und obendrein ein umweltbewusstes Fahren erlernen. Über die Wirkung der WAB-Kurse können nur wage Interpretationen vorgenommen werden. Der Schlussbericht «Evaluation der Zweiphasenausbildung» (Quelle: http://www.news.admin.ch/NSBSubscriber/message/attachments/28786.pdf) hält fest, dass die Unfallzahlen bei jungen Lenkern signifikant zurückgegangen sei. «Dies kann jedoch nicht nur auf die Zweiphasenausbildung reduziert werden, denn bereits vor Einführung des neuen Gesetzes im Jahre 2005 zeichnete sich eine «positive Trendwende im Unfallgeschehen» bei jungen Erwachsenen ab», so Manuela Fetz, Co-Präsidentin der jungfreisinnigen graubünden.

Die jungfreisinnigen graubünden sowie die Junge SVP Graubünden sind der Meinung, dass der Nutzen der Zweiphasenausbildung äusserst gering ist und diese Kurse zugunsten der Jungen abgeschafft werden sollen. Die Abschaffung der Zweiphasenausbildung löst das eigentliche Problem und davon profitieren die Jungen insgesamt am meisten.

Aus genannten Gründen erhoffen sich die beiden bürgerlichen Jungparteien, dass der Grosse Rat den Auftrag Schneider in aller Deutlichkeit ablehnt.

Kontakt:

Nicola Stocker, Präsident Junge SVP Graubünden, Tel. 079 857 65 54

Manuela Fetz, Co-Präsidentin jungfreisinnige graubünden, Tel. 079 502 23 61

Raphaela Holliger, Co-Präsidentin jungfreisinnige graubünden, Tel. 079 825 72 35