Lohnungleichheit: Die Unternehmen sind gefordert!

28. Oktober 2016

Freiwillige Massnahmen zur Behebung von bestehenden Lohnungleichheiten zwischen Mann und Frau haben sich in der Vergangenheit leider nicht durchgesetzt, das zeigen die Statistiken, welche immer noch einen nicht erklärlichen bzw. diskriminierenden Lohnunterschied von 8,7 Prozent ausweisen. Wir sind heute noch weit von der Lohngleichheit entfernt, obschon diese seit 35 Jahren in der Verfassung verankert ist. Der Grundsatz, dass gleichwertige Arbeit bzw. Leistung von Mann und Frau gleich entschädigt werden muss, ist völlig korrekt. Es ist enttäuschend, dass es die Wirtschaft in den letzten Jahren nicht fertig brachte, die bestehenden, diskriminierenden Lohnunterschiede zwischen Mann und Frau aus Eigeninitiative zu bereinigen.

Es erstaunt deshalb nicht, dass der Bundesrat und mit ihm verschiedene Verbände und Parteien staatliche Eingriffe fordern. Solange ungerechtfertigte Lohnunterschiede bestehen, wird es äusserst schwierig sein, staatliche Massnahmen wie vom Bundesrat vorgeschlagen mit überzeugenden Argumenten zu bekämpfen. Diese Entwicklung ist frustrierend, zumal Kontrollen durch den Staat mit Kosten verbunden sind und den Staat unnötig aufblähen.

Sämtliche Unternehmen in der Schweiz sind nun gefordert, allfällig bestehende Lohndiskriminierungen schleunigst zu bereinigen! Das ist die einzige Möglichkeit, teure und bürokratische Lohnanalysen zu verhindern und gleichzeitig die Lohngleichheit zwischen Mann und Frau endlich herzustellen.

Nicola Stocker, Präsident Junge SVP Graubünden