Letzter Platz für Gotthard in ADAC Ranking

31. Juli 2015

Der Gotthard-Strassentunnel belegt in einem ADAC Ranking nur Platz 20 von 20! Als Grund wird hierfür unter anderem die fehlende Richtungstrennung der Fahrspuren genannt. Was Befürworter der zweiten Röhre schon lange bemängeln, wird nun bestätigt! Wer zusätzliche Argumente für eine zweite Gotthard-Röhre braucht, soll sich in diesen Tagen die Situation auf der A13 Chur – San Bernardino zu Gemüte führen. Immer wieder kommt es zu Staus an den bekannten Verengungen. Grund dafür ist die Tatsache, dass grosse Teile des Transitverkehrs während der Ferienzeit die Gotthardroute meiden aus Angst vor langen Staus und unsere A13 als Ausweichroute wählen. Wer bereits heute, so wie ich, viel Zeit auf dem Weg zur Arbeit verliert, sollte sich besser daran gewöhnen. Wenn der bisherige Gotthard-Tunnel zwecks Sanierung geschlossen wird, werden wir fast das gesamte Nord-Süd-Verkehrsvolumen aufnehmen müssen. Staus werden zur Tagesordnung gehören und die anliegenden Regionen mit Lärm und Dreck belastet. Die Lebensqualität in den betroffenen Gemeinden wird massiv beeinträchtigt, ganz zu schweigen von den wirtschaftlichen Folgen. Diese verschlechterten Rahmenbedingungen werden es für die Randregionen noch schwieriger gestalten als Wohn- und Wirtschaftsstandort attraktiv zu bleiben.
Die Kosten von 2.8 Milliarden für den Bau eines zweiten Tunnels und die Sanierung der bestehenden Röhre sind in Anbetracht der nachhaltigen Verbesserung von Sicherheit und Verfügbarkeit, sowie im Direktvergleich zur 20-Milliarden-Investition für die NEAT am Gotthard, ein verhältnismässig kleiner Betrag.

Daniel Walti, Nationalratskandidat JSVP Graubünden