Jahresbericht 2015 – Mit nachhaltiger Strategie gut gerüstet für die nächsten Jahre!

15. März 2016

Das Jahr 2015 startete für die Junge SVP Graubünden mit der Generalversammlung, die am 7. Februar 2015 im Hotel Chur stattfand. An diesem Tag wählte mich die Versammlung zum neuen Präsidenten der Jungen SVP Graubünden. Ich durfte das ehrenvolle Amt von Eric Nitz übernehmen. Weil der Vizepräsident Urs Pfister ebenfalls seinen Rücktritt bekannt gab, komplettierten wir den Vorstand mit der Neuwahl von Marc Hermann aus Chur.

Unter der neuen Führung fasste die Junge SVP Graubünden die Parolen zu den Abstimmungen vom 8. März 2015. Die gefasste Nein-Parole zum geplanten Neubau der Mensa und Mediothek an der Kantonsschule Chur hat in den folgenden Wochen grosse Diskussionen ausgelöst. Die Junge SVP Graubünden war zusammen mit der SVP Graubünden die einzige politische Kraft, die dieses Vorhaben bekämpfte. Dadurch erhielten wir von den Medien sehr viel Aufmerksamkeit.

Jahresbericht 2015 – Mit nachhaltiger Strategie gut gerüstet für die nächsten Jahre!Mit einer ausgewogenen und…

Posted by JSVP Graubünden on Montag, 14. März 2016

Leider hat sich das Bündner Stimmvolk am 8. März 2015 für den Investitionskredit in der Höhe von 27 Millionen Franken, also für den Neubau der Mensa und Mediothek, entschieden. Immerhin haben 38,41 Prozent ein Nein in die Urne gelegt, was aus unserer Sicht ein Achtungserfolg darstellt. Ich bin der festen Überzeugung, dass der Nein-Anteil viel kleiner ausgefallen wäre, hätten wir uns nicht gegen diese anhaltende Geldverschwendung des Kantons Graubünden eingesetzt.

Im April fand die Nominationsversammlung für die Nationalratswahlen statt. Die Junge SVP Graubünden nominierte das Fünfer-Team bestehend aus Daniela Bärtsch, Daniel Walti, Fabio Nespolo, Marco Wiesendanger und meiner Wenigkeit. Der Wahlkampf der Jungen SVP Graubünden wurde unter dem Motto «Junge wählen Junge» eröffnet. Es war der Startschuss für eine sehr intensive aber spannende Zeit mit vielen interessanten Gesprächen und Begegnungen.

Die Regierung plante einen Neubau einer geschlossenen Justizvollzugsanstalt in Realta, welche die in die Jahre gekommene JVA Sennhof ersetzen soll. Anlässlich dieses Vorhabens organisierte die Junge SVP Graubünden Ende Mai eine gut besuchte Führung durch die JVA Sennhof, um uns selbst ein Bild von den herrschenden Zuständen zu machen. Im August hat sich der Grosse Rat schlussendlich für den Neubau dieser geschlossenen Anstalt entschieden.

Ab August fanden zahlreiche Veranstaltungen im ganzen Kanton anlässlich der bevorstehenden Wahlen statt. Die Kandidaten der Jungen SVP Graubünden, darunter auch ich, besuchten in dieser Zeit zahlreiche Anlässe, wo wir uns jeweils dem Publikum vorstellen durften. Die Junge SVP Graubünden fuhr eine sehr zurückhaltende Kampagne, wir setzten vielmehr auf Leserbriefe und Social Media, wo wir sehr stark präsent waren.

Nichtsdestotrotz reichte es am 18. Oktober für die Junge SVP Graubünden nicht, einen Sitz im Nationalrat zu gewinnen. Doch die Junge SVP Graubünden trug mit ihren 2‘456 Stimmen massgeblich zum Wahlerfolg der SVP Graubünden bei. Mit Magdalena Martullo-Blocher und Heinz Brand schickt der Kanton Graubünden nun zwei SVP-Nationalräte nach Bern. Das war ein Riesenerfolg! Wir konnten unseren Wähleranteil ebenfalls ausbauen, doch leider sind wir im Kanton Graubünden nur noch die vierstärkste Jungpartei.

Eine Analyse der Wahlen 2015 hat gezeigt, dass unser Motto «Junge wählen Junge» nicht wie gewünscht aufgegangen ist. Wir mussten feststellen, dass sehr viele Jungen ihre Stimmen der Mutterpartei, also der SVP Graubünden, gaben. Diese Feststellung ist für die Junge SVP Graubünden nicht weiter tragisch, denn auch in den nächsten Jahren werden wir uns für die Jungen stark machen.

Ende Jahr befasste sich der Vorstand mit der Strategie für die kommenden drei Jahre, wir haben diverse Ziele gesteckt, die wir mit geeigneten Massnahmen erreichen werden. Mir persönlich ist es ein wichtiges Anliegen, mit anderen (Jung-)Parteien zusammenzuarbeiten, denn in der Politik braucht es überparteiliche Mehrheiten. Mit einer ausgewogenen und nachhaltigen Strategie für die nächsten Jahre bereiten wir uns auf wichtige Ereignisse, wie zum Beispiel die Grossratswahlen 2018, vor.

Nicola Stocker, Präsident

Jahresbericht des Präsidenten