Es fehlt an jungen Vertretern in der Politik

9. September 2015

Berichten und Statistiken zu folge nehmen junge Bürgerinnen und Bürger zwischen 18 und 30 Jahren sehr zurückhaltend an Abstimmungen teil, die Stimmbeteiligung dieser Altersgruppe liegt im Durchschnitt deutlich unter 40 Prozent. Die tiefe Stimmbeteiligung ist unter anderem auf das komplizierte Abstimmungsbüchlein zurückzuführen. Es ist vielfach sehr kompliziert verfasst und daher für Interessierte – und für Uninteressierte sowieso – schwer verständlich.

Politische Partizipation bedeutet für mich nicht nur die Teilnahme an Abstimmungen, sondern auch aktive Teilnahme und Mitsprache im politischen Alltag. Leider muss ich feststellen, dass es im National- und Ständerat aber auch in kantonalen Parlamenten an jungen Volksvertretern fehlt. Diese Situation ist nicht zufriedenstellend, weil gerade die Jungen von den Entscheiden der Parlamente direkt betroffen sind und somit vielfach die Leidtragenden von Fehlentscheiden sind. Es erweckt fast den Eindruck als würden die Alten Politik für die Alten betreiben! Aus meiner Sicht gehören Junge ebenfalls in Parlamenten vertreten und sollen so von ihrem Mitspracherecht Gebrauch machen können. Woran liegt es, dass sich viele Junge nicht für politische Ämter interessieren? Einen Grund habe ich zuvor erwähnt, ein weiterer Grund könnte die Komplexität der Materie sein. Ist Ihnen auch schon aufgefallen, dass der Bundesrat und die Verwaltung ständig neue Berichte und Botschaften verfassen, die teilweise bis zu hundert oder sogar noch mehr Seiten umfassen? Wer tut sich das schon freiwillig an? Wahrscheinlich niemand.

Setzen wir uns also dafür ein, dass mehr Junge den Weg in die Politik schaffen und so wichtige Veränderungen im politischen Alltag herbeiführen können. Im Herbst sind Wahlen, unterstützen Sie deshalb mit Ihrer Stimme die Jungen (Liste 3) und geben Sie uns die Chance, unsere Zukunft massgeblich mitzugestalten!

Nicola Stocker, Nationalratskandidat und Präsident Junge SVP Graubünden