Bürgerliche Listenverbindung ohne SVP

5. August 2015

Die Bündner FDP hat am 4. August 2015 die Karten bezüglich Listenverbindung offengelegt. Mit dem Ziel den Bürgerblock sowie die politische Mitte zu stärken, geht sie eine Listenverbindung mit der CVP sowie der BDP ein. Die SVP, welche als bürgerlichste Partei in der ganzen Schweiz gilt, wird im Regen stehen gelassen. Die Chance zur Bündelung der bürgerlichen Kräfte misslang somit förmlich und die Zurückeroberung des im Jahre 2011 verlorenen Nationalratssitzes an Josias Gasser wird geringer.

Die FDP, welche sich stets als Wirtschaftspartei ausgibt, lässt nicht nur die SVP, sondern auch alle KMU-Betriebe sowie die Tourismusbranche des Kantons Graubünden im Stich. Denn SVP-Nationalrat Heinz Brand gilt gemäss KMU-Rating der Gewerbezeitung als der gewerbefreundlichste Nationalrat Graubündens (Platz 13, schweizweit). Keiner der restlichen Bündner Nationalräte schafft es unter die Top 100. Zudem gehören von den 50 KMU-freundlichsten Nationalräten 41 der SVP an. Ob die Bündner FDP noch immer die Interessen der Bündner Wirtschaft sowie des Tourismus vertritt, stelle ich seit der Entscheidung vom 4. August 2015 in Frage. Die FDP geht eine Listenverbindung nur aus Eigeninteresse ein. Sie nimmt somit in Kauf, dass der Sitz weiterhin in linken Händen bleibt. Anscheinend sind ihr zwei linke Sitze lieber als das „Risiko“ eines zweiten SVP-Sitzes. Sie handelt mit ihrer Entscheidung grobfahrlässig und definitiv nicht im Interesse des Tourismus-Kantons Graubünden.

Es ist wichtig, dass bei den aktuellen wirtschaftlichen sowie touristischen Herausforderungen das Bündner Volk gewerbefreundliche Vertreter nach Bern sendet. Denn generell gilt: Wenn es den KMU-Betrieben sowie dem Tourismus gut geht, geht es auch der Bevölkerung gut. Lassen wir uns am 18. Oktober 2015 also nicht auf Experimente ein, sondern wählen die gewerbe-, tourismus- und bürgerfreundlichste Partei des Kantons Graubünden, die SVP.

Marco Kalberer, Vorstandsmitglied Junge SVP Graubünden